Mohn

Fast hätte ich’s vergessen, dass ich ja noch gar nicht aufgelöst habe, was ich da neulich ein bisschen unscharf aus nächster Nähe fotografiert habe. Das war also das Innere einer dieser Blüten.

Es war ein bisschen schwierig, das Foto zu machen, weil ich dazu auf eine mehr als zwei Meter hohe Stützmauer klettern musste und ich mich nicht so richtig gut halten konnte. Eine etwas wackelige Angelegenheit – mit einer Hand mich selber halten, mit der anderen die Kamera. Und dann einhändig zu fotografieren.

Für diese Collage habe ich aber eine Blüte mit nach unten genommen, um zu fotografieren. Das hat nämlich ein bisschen länger gedauert; es ist immer die gleiche Blüte, aber jedes Mal mit einer anderen Belichtung. Auch das Bild in vergrößerter Nahaufnahme ist von dieser Blüte.


Ein fast perfekter Tag

Aber eben leider nur fast. Logisch, dass wir unsere Rucksäcke geschnappt haben bei dieser Wetterprognose. Und dass unsere Reise Richtung Nordschwarzwald führen würde, war überhaupt keine Frage. Nur wollten wir dieses Mal zumindest auf einem Teil der Tour ein bisschen Pfadfinder spielen. GPS sei Dank kann man ja in der Karte eine Runde auswählen und dann „in echt“ abwandern.

Kurz nach dem Parkplatz hatte ich endlich mein diesjähriges Rapsmotiv gefunden. Seither ist das aus diesen und jenen Gründen immer gescheitert. Und ein Frühjahr ohne Rapsbild ….. Aber jetzt hatte ich ja eins.

Bald darauf kamen wir in den Wald und unsere pfadfinderischen Fähigkeiten wurden gefordert. Sehr begangen sieht dieser Weg nämlich nicht mehr aus, obwohl er in der Karte noch eingezeichnet ist. Und selbst auf der Karte im GPS-Gerät war er noch enthalten.

Dass es sich aber sehr wohl mal um einen „richtigen“ Wanderweg gehandelt haben muss, beweist dieser Wegweiser  aus wahrscheinlich längst vergangenen Tagen am Ende des Weges.

Das nächste Stück führte steil bergan.

70 Höhenmeter weiter oben standen wir vor dem reißenden Fluss, den wir todesmutig überquerten.

Nicht mehr weit war es, bis wir uns ein erlesenes Mittagsmahl einverleibten.

Und anschließend gab’s noch ein kleines Mützchen voll Schlaf. 😉

(Nein, das war nur ein „halt so“-Bild. )

Auf unserer Runde hatten wir aber auch einfache Wege.

Am Wegesrand hat mich dieses Überbleibsel aus der letzten Saison angelacht. Ich nenne sie jetzt einfach mal Pusteblumentraube. 😉

Ein Blick zurück in eine wunderschöne Landschaft.

Okay, dann machen wir das halt mal:

Direkt am nächsten Waldrand strahlten mich diese weißen Blüten an. Ich gehe davon aus, dass es sich um Quittenblüten handelt. Wieso die am Waldrand stehen?

Von weitem leuchten schon wieder Rapsfelder.

Und jetzt kommt Teil 2 des fast perfekten Tages: Jetzt musste ich die Speicherkarte in der Kamera wechseln. Ich habe noch mindestens 40 weitere Bilder gemacht, und wahrscheinlich waren die alle gut geworden. Auch ganz viele Rapsbilder – aus der Nähe – aus der Ferne – mit Hügel – ohne Hügel …… Und als ich zu Hause war, stellte ich fest, dass das diese Speicherkarte war, die ich neulich – mit 10!! Jahren Garantie – gekauft habe. Und von allen Bildern sind zwar die Daten vorhanden, aber nur zwei Bilder, und die auch nur in der Miniaturansicht. Bei allen Bildern kommt eine Meldung, dass sie nicht gelesen werden können. So was von ärgerlich aber auch.

Und weil ein Unglück ja selten allein kommt, hab ich mir im Lauf des Tages einen richtig fetten Ausschlag eingefangen. Von den Knöcheln bis weit über die Knie. Das brennt wie der schlimmste Sonnenbrand, den man sich vorstellen kann.

Aber sonst war das ein wirklich superschöner Sonnen-Wandertag. 🙂 🙂 🙂

Schmetterlingserdbeere

Daran hab ich aber nix „gedreht“ – die ist so gewachsen, ehrlich. Fast so groß wie mein Handteller war sie. Aber so richtig aromatisch hat sie nicht geschmeckt. Da freu ich mich schon auf die zum Selberpflücken, wenn sie so weit sind. Eins ins Töpfchen, eins in Kröpfchen …… 😉

Perspektiven

Ein einziges Motiv – mal aus dieser, mal aus jener Perspektive.

Besonders fasziniert haben mich die lila Staubgefäße und der gleichfarbige Blütenstaub.

Dieses hier ist aber geschummelt …….

Und so sieht das Motiv „am Stück“ aus. Die Zwiebeln davon hab ich im Herbst im Garten vergraben und vergessen – sowohl die Zwiebeln als auch deren Namen. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich neulich sah, dass da was sprießt. Und die Überraschung war groß, als es mir bewusst wurde, was mir da blühen wird. Bis jetzt bin ich nicht mehr auf den richtigen Namen gekommen; deshalb sind das für mich jetzt Schnittlauchblumen. 🙂

Zufallskunst

Wie das wohl klingt, wenn ich sage, dass ich heute schon wieder festen war? Aber was soll ich machen? Wenn ich doch eingeladen werde, kann ich das nicht ausschlagen. 😉 Ein Kollege hatte Jubiläum und deswegen ein kleines Festle gemacht. Es gab so ein kleines, superzartes Spanferkelchen. Das hat wirklich klasse geschmeckt. Aber ehrlich, jetzt muss mal wieder für eine Weile Schluss sein mit so viel Fleisch. Als wir mit Essen fertig waren, ist mir eingefallen, dass ich ja gar kein Foto gemacht hatte. Egal, schon zu spät.
Und während wir alle da so sitzen und uns prächtig unterhalten, hab ich so nebenbei und völlig zufällig dieses Bild hier „gemalt“. Bestimmt erkennt ihr auf Anhieb, welche Technik ich dabei angewendet habe, oder?

Ochs am Spieß

Ach war das heute Morgen schön – schlafen, bis ich von selber aufgewacht bin – ohne Wecker. Und es hat schon herrlich nach Kaffee geduftet. Sonntags bleiben wir immer recht lange am Frühstück sitzen, wenn nichts Wichtiges auf dem Plan steht. Das koste ich dann immer so richtig aus.
Und dann habe ich in der Zeitung eine Werbung einer Metzgerei ein paar Orte weiter entdeckt. Die hatten heute Tag der offenen Tür und als Attraktion gab es „Ochs am Spieß“. Das konnte ich mir nicht vorstellen, dass die da wirklich einen ganzen Ochsen auf den Grillspieß hängen. Gehört hatte ich das zwar schon öfter, aber gesehen noch nie. Was also lag näher, sich ins Auto zu schwingen, dort hinzufahren und das Ganze in natura zu beäugen.
Und tatsächlich, die hatten einen Ochsen auf den Spieß gesteckt. Das heißt, eigentlich war’s ja nur ein halber, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein.

Viel war schon nicht mehr dran, bis wir hinkamen.
Im sehr gut besuchten Festzelt haben wir gerade noch ein Plätzchen ergattert. Und wo wir extra wegen des Ochsen dort waren, haben wir natürlich auch eine Portion bestellt. Mit Kartoffelsalat.

Eigentlich mach ich mir ja nicht so viel aus Fleisch, und aus so viel auf einmal schon gar nicht, aber man kann ja mal eine Ausnahme machen. 🙂 Das Fett hab ich aber weggemacht, das geht gar nicht runter.

Nach diesem üppigen Mahl waren wir pappsatt und mussten unbedingt noch ein paar Meter laufen. Mal sehen, wie weit wir kommen würden, denn der Himmel sah nicht so überzeugend aus.

Trotzdem hab ich mir die Zeit genommen, ein paar Fotos zu machen.
Löwenzahn zum Beispiel.

Und auf dem Rückweg sind wir durch den Friedhof gegangen. Da war auf den meisten Gräbern noch die Frühjahrsbepflanzung mit vor allem Stiefmütterchen. Es ist unglaublich, wie viele verschiedene Sorten es davon gibt. Hab ich natürlich nicht alle fotografiert, aber diese zwei:

Gegen Ende unserer Runde hat sich mir noch dieses Relikt aus alter Zeit in den Weg gestellt. Ich schätze mal, dass der noch von 1965 oder so ist. Dafür hat er sich aber gut gehalten.

Und schon war unser Spaziergang zu Ende. Gerade mal fünf Kilometer sind es geworden. Ich schätze mal, das wird nicht ausreichen, den verspeisten Ochs zu „verwerten“.  😉