Pizza Margherita

Gestern waren mein Mann und ich bei einer Familie mit zwei Töchtern, 7 und 5 Jahre jung,  zum Essen eingeladen.  Nun bin ich ja, was Essen angeht, wirklich äußerst flexibel; trotzdem hab ich schon ein bisschen trocken geschluckt, als die Gastgeberin erklärte, es gäbe Pizza Margherita – weil ihre  Kinder eben keine andere mögen. Jetzt haben also acht Erwachsene Pizza Margherita gegessen, weil zwei kleine Prinzessinnen keine andere mögen. Klar, ich kann auch mit Pizza Margherita satt werden. Auf der anderen Seite wäre es sicher auch nicht verkehrt gewesen, von den Kindern etwas mehr Flexibilität einzufordern.

Aber darum geht es hier nicht in erster Linie. Vielmehr geht es mir absolut gegen den Strich, wenn die Kinder bestimmen, wo’s lang geht, und die Erwachsenen spuren.

Sooo alt bin ich ja jetzt auch noch nicht, aber trotzdem – ich kann es einfach nicht verstehen, wenn Kinder die Richtung vorgeben und die Erwachsenen sich danach richten. Eigentlich sollte das doch umgekehrt sein, nicht zuletzt im Interesse der Kinder. Weil sie eben keine „kleinen Erwachsenen“ sind, wie uns heute vielfach aus „weisem“ Mund weisgemacht wird.

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6 Gedanken zu “Pizza Margherita

  1. Hast du recht..aber wa spricht dagegen auf die Margherita einfach ein paar Salami oder Schinkenscheiben zu legen? So würde ich das machen , für die Prinzessinen das einfache und für die Gäste etwas mehr 🙂

  2. Mal ne Frage: warum wurde nicht einfach Pizza Margarita für die Mädchen und dann noch andere für die Gäste gemacht? Kann man doch auf dem Blech schön separat zubereiten?
    Aber das Problem mit so „gschnackerten Goschen“ kenn ich auch gut, da muß der Vater für den Sohn auch oft ne Extrawurscht machen weil der nicht alles ist, schwierig solche Kinder.
    Manchmal kann frau einfach nur noch den Kopf schütteln.

    Schönen Sonntagabend wünsch ich noch!

  3. @ Monika
    Ich freue mich, dich hier in meinem Blog begrüßen zu dürfen 🙂

    @ beide
    Genau so hätte ich das auch gemacht – und das war ja das, worüber ich mich geärgert hatte – der Mutter ist es anscheinend gar nicht in den Sinn gekommen, den Gästen eine „umfangreichere“ Variante anzubieten. Die Kinder sollten glücklich sein, der Rest zählt nicht.
    Wie gesagt, nicht die Pizza an sich war für mich der Aufhänger, sondern das Drumrum.

  4. Ich liebe Dich für diesen Eintrag! Du sprichst mir sowas von aus der Seele. Wann können wir uns sehen???

    Liebe Grüße zum Wochenbeginn von Ruthie

  5. Wenn bei uns Besuch angesagt ist, dann bekommt er natürlich das Essen, wo man weiß, daß es ihm schmeckt. Da mußten meine Kinder auch zurückstecken und immerhin gibt es auch Alternativen. Sollen die Prinzessinnen ihre Pizza essen und die anderen essen halt was anderes.
    Eigentlich keine gute Gastgeberin.(Sorry)
    LG 🙂

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